Mit den Obertönen als Vehikel gelangst du in andere Dimensionen.

Obertonsänger Roberto Laneri

„Die Welt ist Klang“

Auf der Suche nach einer allumfassenden Harmonie…

In den 1970er Jahren entdeckte Hans Cousto ein Verfahren mit dem er unhörbare Frequenzen in die Hörbarkeit oktavierte und auf diese Weise stark verstärkt Sonne, Mond, Sterne, die Erde, Pflanzen und selbst die DNA des Menschen akustisch fassbar machen wollte (bzw. „gemacht hat“, je nachdem wie man es bewerten möchte).  Im Universum gibt’s jedenfalls Vakuum, also auch keinen Schall, zumindest nicht im herkömlichen Sinn. Trotzdem ist die Idee nach Harmonien im Universum zu suchen einfach wunderbar, stimmts?

Bereits Pythagoras hat Beziehungen geahnt, die zwischen den Umlaufbahnen der Planeten und den Klangverhältnissen bestehen, die es auf einer gespannten Saite gibt – dem so genannten Monochord. ,,Beschäftigt euch mit dem Monochord“, soll er gesagt haben, ,,und ihr werdet die Geheimnisse des Universums erkennen.“

Durch die Untersuchung einer einzeinen schwingenden Saite konnte man die mikrokosmischen Aspekte des Klangs und dadurch die makrokosmischen Gesetze des Universums beobachten. Phytagoras hielt den Kosmos ür ein riesiges Monochord, für ein Instrument mit einer Saite, die sich zwischen Himmel und Erde spannte. Ihr oberes Ende war mit dem absoluten Geist, ihr unteres Ende mit der absoluten Materie verbunden. Er wandte sein Gesetz der harmonischen Intervalle auf alle Naturphänomene an und zeigte harmonische Beziehungen zwischen den Elementen auf ) das war im alten Griechenland aber auch geradezu „envogue“ zu dieser Zeit, man war völlig versessen auf Harmonie!). Die ,,Musik der Sphären“ von denen Phytagoras sprach, lehrte, dass die Bewegungen der Himmelskörper Töne erzeugen – die von entsprechend unterwiesenen Menschen wahrgenommen werden konnten. Es heißt Phytagoras selbst soll diese Töne gehört haben, zumindest glaubten seine Schüler daran. Überliefert ist uns zum Beispiel das Lambdomas, eine Matrix, auch ,,Phytagoräische Tafel“ genannt.

Kepler (16/17. Jhdt.) ging als Erster von elliptischen Planetenbahnen aus und in der Tradition von Phytagoras suchte auch er nach Beweisen für die Harmonie im Universum. Er fand schliesslich auch tatsächlich harmonikalen Beziehungen in unserem Sonnensystem. Allerdings sind die Ergebnisse ganz streng genommen unbefriedigend, wenn man an eine Sphärenmusik und universelle Harmonie glauben möchte – und so hat diese Suche bis heute nicht aufgehört, wo sie zum Beispiel in der „Signatur der Sphären“ mündet (das hätte Kepler sicher gefallen). Dabei geht es um die harmonischen Strukturen die sich ergeben wenn man Planetenbahnen in Beziehung zueinander setzt.

Joachim Ernst Berendt († 2000), ein vielgelesener Autor auf dem Gebiet des Klangs und des Hörens, der sein Leben dieser Forschung widmete, resümmierte aus Keplers Erkenntnissen: „Auffällig ist in der Tat nicht nur, dass die Planeten sich in elliptischen Bahnen bewegen, sondern, dass sie ans der unendlichen Fülle Bahnen genau solche ‚gewählt‘ haben, die in ganzzahligen Proportionen unserer irdischen Musik schwingen und klingen. Die Obertonreihe, die entsteht, wenn man ein auf C gestimmtes Horn anbläst, entspricht bestimmten Verhältnissen in den Umlaufbahnen der Planeten.“

Die  ,,Quadratur des Kreises“ (bzw. „Vetruvian“) von Leonardo da Vinci (1452-1519) ist eines der meistkopierten Bilder der Welt und macht die harmonischen Proportionen im Körper des Menschen sichtbar (siehe dazu z.B. auch: Die Quint). Sehr fernsehtauglich allerdings könnte man sagen (denn der modelhafte Vetruvian hat mit den realen Menschen vielleicht gar nicht so viel gemein-?). Der geniale Leonardo jedenfalls war übrigens auch Musiker (wurde auch als Hofmusiker enegagiert) und bezeichnete die Musik als die höchste aller Künste, die ihm zur Verfügung stünde.

Der deutsche Wissenschaftler Hans Kayser (1891-1964) entwickelte 1920 eine Theorie der Weltharmonik. Er beschäftigte sich mit dem Gesetz des Lambdomas nach Phytagoras und er erkannte, dass die harmonischen Strukturen der Natur und der Obertonreihe auf denselben Prinzipien beruhen. Er glaubte, dass das Wissen um die Harmonik verloren gegangen war, was Wissenschaft und Geist gespalten hatte. Er hoffte das Verständnis dieser Beziehung würde Materie und Seele wieder verbinden. Er widmete sein Leben der Aufgabe, die Harmonik in den Wissenschaften wieder heimisch Zu machen. Er wies unter anderem auch auf den Zusammenhang von Musik und Architektur hin.

Cousto weist (1989) uns auf die Geheimnisse der Zahl 8 hin. Sie erscheint als Oktave in der Musik, in Form der Oktavregel im Aufbau der Materie (Bei Aneinanderreihung der Elemente nach steigender Atomzahl ähnelt das achte in seinen Eigenschaften dem ersten, das neunte dem zweiten usw. – bekannt seit Einführung des Periodensysterns), sie ist aber auch der innerste Kern des chinesischen I- Ging- Orakels, welches seinerseits mit den Tripletts im Aufbau der Aminosäuren -sprich der Struktur unserer DNS- in Verbindung gebracht wurde (Z.B. Martin Schönberger: ,,Weltformel I-Ging“). Auch in der Psychologie und Religion findet Cousto etliche Entsprechungen (Anm.: was nicht sooo verwunderlich ist, wenn man nach Entsprechungen sucht, dann wird man sie vermutlich auch finden….). Die Geheimnisse der Zahl 8 drückt sich auf besondere Weise in der so genannten Moebius-schleife aus. Cousto meint: Die Verwandtschaft von Kunst und Wissenschaft sind unübersehbar und dies zeigt auf das Allerdeutlichste dass die „Natur streng nach harmonikalen Gesetzen aufgebaut ist.“

Hm. So wie schon die Phytagoräer vermutlich sehr gerne gehabt hätten, dass sich alle Sterne um die Erde in gleichmäßigen Kreisen drehen, will auch Cousto die harmonikalen Gesetze überall sehen…

Die Suche nach Harmonie hört nicht auf….

 

,,Die Weltenseele ist eine Tonleiter.“

Platon (427 v. Chr.)

8

„Nada Brahma – Die Welt ist Klang“ – (Hörspiel von Joachim Ernst Berendt- Auszug)

Gemütlich machen, zurücklehnen und sich 30 minuten in eine faszinierende , ohrenöffnende Klangwelt von J.E. Berendt begeben! (Das Gesamtwerk dauert viele Stunden und beinhaltet etliche Cds.

„Octavus sanctos omnes docet esse beatos”
„Die Oktave lehrt alle Heiligen, glückselig zu sein“

Inschrift Abteikirche zu Cluny in Frankreich

,, Wir baden in Klängen“ Joachim Ernst Berendt

Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

Ludwig van Beethoven

Die Musik ist der vollkommenste Typus der Kunst: Sie kann ihr letztes Geheimnis nie enthüllen.

Oscar Wilde

„Jede Seele hat ihre eigene Melodie und der Körper ist das Instrument“

Thomas Künne

Nur die Töne sind imstande, die Gedankenrätsel zu lösen, die oft in unserer Seele geweckt werden

Hans Christian Andersen

,,Die Musik der Sphären“

Pythagoras

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluß auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen.

Napoleon Bonaparte

“If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.”

Nikola Tesla

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.

Victor Hugo

Es gibt keine Religion außer Sex und Musik.

Sting

Wer glaubt, dass Musik immer gut sei, ist naiv. Militärmusik ist dazu gedacht, Leute vom Denken abzuhalten – ba-ba-marsch-marsch-töten-töten.

Sting

Was wir auf der Erde vorfinden:

Mit etwas „Fantasie“ klingen die Planeten so:

Klang im Universum klingt so: