Birgit (AT)

Handpan spielen ist „instant meditation“

Handpan zu spielen bedeutet für mich Loslassen und ganz im Moment aufgehen. Ich bewundere das vollendete Design dieses Instruments (vor allem dem PANArt Hang, sozusagen die Mutter aller Handpans sowie gleichzeitig das „Stiefkind“ der karibischen Steelpan). Bei diesen Instrumenten gibt es noch richtig was zu entdecken. Es gibt meiner bescheidenen Meinung nach keine Anleitung, kein richtig oder falsch (je nachdem wie man es betrachten möchte: siehe dazu z.B. das umfangreiche „Hanglexikon„), und es gibt vielleicht auch keinen Grund für die Tätigkeit selbst. Der Sinn liegt für mich im Erforschen, Eintauchen, Fluss erleben, neugierig sein, zuhören, mit sich selbst in Verbindung treten.

Es eignet sich denke ich insbesondere ganz wunderbar für alle jene, die dummerweise an so einen Glaubenssatz festhalten, der ungefähr so lautet: „Ich kann nicht musizieren“, „Ich bin unmusikalisch“ usw. Beim vierhändigen Spiel auf einem Instrument, sage ich das auch oft zu meinem vermeintlich „unmusikalischen“ Gegenüber: „Hör einfach nicht auf“. Beim gemeinsamen Spiel mit Menschen, die das Instrument das erste Mal entdecken, gibt es oft so einen Moment: wenn wir beide in den Klang hineingefallen sind und vielleicht auch mit geschlossenen Augen spielen – und irgendwann sehe ich bei einem Blinzeln, dass es geglückt ist und die Person wie in Trance gefallen ist und wie von der Musik und den Schwingungen getragen wird. Es ist eben wirklich ein sehr schwingendes und intuitives Instrument. Wenn man das zulässt, ist es wahnsinnig meditativ.

Rhythmen und Grooves sind dabei, wie auch etwa die Obertöne oder das Spiel mit der Helmholtz Resonanz, einfach Vehikel mit denen man reisen kann- bestimmte Grooves oder Takte haben vielleicht verschiedene Wirkungen und es macht manchen Menschen besonderen Spaß diese am Handpan oder Hang zu erforschen. Aber spannender als das „sture“ üben von Rhythmen finde ich die Auseinandersetzung mit dem was gerade da ist – und gerade aus vermeintlichen „Fehlern“ kann man soviel neues und schönes zaubern.

Die inneren Melodien finden ihren Weg manchmal vom Kopf und manchmal vom Herz in die Hände und schließlich in den ganzen Körper. Wenn der Moment erreicht ist, wo der Spiel-Fluss voll einsetzt, sind meine Gedanken glasklar oder ganz weg. Unglaubliche musikalische Facetten ergeben sich und Klangräume tun sich auf, manch einer staunt dann über die eigene Versatilität, – man kann sich auch darin verlieren.

Aber bei diesen unterschiedlichen langen Klängen, die das Instrument hervorzubringen vermag, ist es auch oft gerade das Leise werden oder das Aufhören, der Nachklang, der Hall, das Verklingen und die Pause danach genauso – auf die es mir bei meinem Spiel ankommt. Erzwingen kann man so schöne musikalische Kaskaden und Zustände auch ganz einfach nicht.

So divers wie die Menschen, die sie spielen oder  bauen, so sind auch diese Instrumente sehr individuell in ihrer Machart, ihrer Stimmung, der Klangfarbe, ihrer Wirkung. Das Herauslocken der dahinschwebenden Töne aus dem Stahl-Blech mit dem Hammer ist eine große Herausforderung, die Fähigkeit wird über jahrelanges Praktizieren erworben. Sind die Töne einmal im Blech kann ein Spieler sie mit geringsten Berührungen zum Leben erwecken und ihnen Groove oder vielleicht auch eine Erzählung einhauchen.

Ich versuche mich seit einem Jahr hobbymäßig selbst am Pan-bauen, also dem Erlernen der kunstvollen Metallverarbeitung und der Stimmkunst mit dem Hammer- und es entsteht auch langsam eine kleine Werkstatt in Wien, deren Aufbau ich mit Handpan Schnupperstunden zu finanzieren versuche.

Beruflich betreibe ich übrigens eine kleine Webagentur – für die ich hier keine Werbung machen will – jedenfalls ist das auch mit der Hauptgrund warum  es auch mal länger dauern kann mit einer Antwort von der Redaktions Mailadresse getintouch@handpan.at. Ich habe handpan.at übrigens vor ca. einem Jahr ins Leben gerufen, ein besonderes Herzensprojekt.

 

Handpan lernen?

Ich denke nicht, dass es einen Lehrer braucht, wohl eher, dass man von allem und jedem unentwegt lernen sollte idealerweise, aber wer es möchte kann auch regelmäßig zu mir kommen – für so etwas wie „Handpan Unterricht“. Wobei…das Wort „Unterricht“ gefällt mir jetzt schonwieder auch nicht, da steckt ja „richten“ und „unten“ drin…! Also am meisten lernen kann man denke ich voneinander, beim gemeinsamen Spiel. So ähnlich sieht es zum Beispiel übrigens auch Nadine von www.nadasworld.de.   Bei ihr können Anfänger und auch Fortgeschrittene in der „Handpan Akademie I und II“ gemeinsam die faszinierenden Schwingungen erforschen.

Ich weiss übrigens aus der Google Analytics Besucherstatistik, dass nicht wenige von euch „Handpan lernen“ und „Handpan Unterricht“ gegoogelt haben und so auf handpan.at überhaupt erst gestoßen sind – also somit kennt ihr jetzt meine und auch gleich Nadines Meinung dazu 🙂

Mein Angebot:

Besuch mich gerne im langsam entstehenden „Pan-Lab“ in Wien, Nahe der U6 (den genauen Ort erfährst du bei der Terminvereinbarung)

  • individuell gestaltbare Handpan-Schnupperstunde, 90 Minuten, 1- 2 Personen, PnV
  • Private Handpan Workshops, bei mir vorort, mit bis zu 5 Menschen, Instrumente vorhanden, PnV
  • Außerdem gibt’s bei mir: Ein bisschen Pan Zubehör zum ausprobieren und eine handvoll CD`s von Handpan-Freunden

Terminvereinbarung: Sende bitte deinen/euren Terminwunsch an getintouch@handpan.at oder verwende das Kontaktformular anbei.

Anmerkung: Alle Rechnungen zzgl 20%Ust

PS. Manchmal trete ich mit meinem Künstlernamen „Umi“ in Erscheinung, das ist die Abkürzung von meinem Spitznamen „Umananda“- das ist ein österreichisches Wort und bedeutet „herum sein“.

Mail an Birgit

13 + 5 =

Die Schnupperstunde bei Birgit ist absolut zu empfehlen. Ich durfte mich bei Ihr in Wien zum Thema Handpan informieren und sehr viele verschiedenen Pans testen. Es herrscht eine total entspannte und liebevolle Atmosphäre, gibt leckeren Kaffee und man merkt gar nicht wie die Zeit vergeht. Werkstatt, Tonstudio, Garten… alles vorhanden.
Ich werde wieder kommen!

Harald

„Birgit hat mir die Tür in die Welt der Handpans geöffnet und ich hätte mir keine bessere Wegweiserin wünschen können. Sie hat mit mir ihr großes Wissen rund um die Herstellung, die Geschichte und das Spielen der Handpans geteilt (also, einen kleinen Auschnitt davon). All das in einer wundebar gemütlichen Atmosphäre, die mir meine Berührungsängste mit diesem faszinierenden Instrument genommen hat.  Großen Dank!!“

Katarina

„noch laaaaange haben die Klänge von den Pans, die ich bei Dir ausprobieren konnte, in mir nach-geklungen. 😉
Auf diesem Wege nochmals Danke für Deine Zeit und die Möglichkeit, diese wunderbaren Instrumente zu erfahren und Dich kennenzulernen.“

Emil

Mir hats sehr gut gefallen. Du hast viel erzählt über die handpans und den Schaffensprozess, es war cool dass soviele pans unterschiedlicher Hersteller vor Ort waren (insbesondere natürlich cool mal ein original hang ausprobieren zu können 🙂 ). Und auch das gemeinsame spielen fand ich faszinierend, das hab ich mir vorher nämlich gar nicht vorstellen können dass das geht! Also vielen Dank nochmal für den schönen Nachmittag

Angelika

Danke für euer Feedback!

Pan-Events von Birgit

Handpan Schnupper Jam in Wien – Mi, 22.11.2017 (AT)

Besonders geeignet für Anfänger, die das erste Mal ein Handpan ausprobieren wollen. Max. 5 Teilnehmer pro Termin, Handpans vorhanden Mi, 22.11.2017, 18:00 -20:00 Wien, Nähe U6, Genau Adresse wird bei Anmeldung bekanntgegeben Anmeldung bei Birgit unter...

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“ (H.S. Haskins)

Integral PANart Hang, C

Stimmung: F-Equinox

Stimmung: F-Equinox

Stimmung: F-Equinox

Stimmung: F-Equinox

Stimmung: F-Equinox

Innersound. Stimmung: Pandora

Soulshine: F -Voyager

Obertöne & Oberton – Bewusstsein

Eine Artikel-Serie von Birgit 

Die Artikel entstanden ursprünglich 2002 für eine kultur- und sozialanthropologische Seminararbeit im Bereich Bewusstseinsforschung zum Thema „Trancetechniken und deren gesellschaftliche Nutzung“. Die Arbeit wurde in Teilbereiche zerlegt (die somit nun in individueller Reihenfolge gelesen werden können), überarbeitet, gekürzt und mit zahlreichen ausgesuchten Videos und soweit möglich mit aktuellen Infos ergänzt. Ohne zu werten soll hier versucht werden ein Feld zu eröffnen in dem die eigene Klangforschung der Leser angeregt werden soll. Die Informationen beinhalten auch dabei die eine oder andere Anregung für Menschen, die sich mit dem Stimmen und Herstellen von Instrumenten oder im Speziellen der Herstellung von Handpans beschäftigen wollen.